EC Peiting vs. onesto Tigers 6:3 (0:3, 4:0, 2:0)
Peiting: Seidel, Dietzschold – Holzmann, Mayr, Zerhoch, Obu (2), Weyrich, Mühlegger – MacKinnon, Briere, Diebolder, Heger (2), Maylan, Laßmann, Czogallik, Gohlke (2), Markgraf, Helmle (2), Richter, Greil
Bayreuth: McLeod, Arendas (ab 47.) – Nedved, Spacek, Schusser, Pietsch, Hüserich, Müllejans, Leask – Barber, Bollers, Piskor (6), Lüsch, Hammerbauer (2), Brown, Bauhof, Stelzmann, Zimmermann, Pohjamo, Maschke
Schiedsrichter: Holzer, Haupt – Kreuzer, Winter
Zuschauer: 492
Strafen: Passau: 8 Bayreuth: 8 PP: Passau: 1/2 Bayreuth: 0/2
Torfolge: 0:1 (1.) Bollers (Spacek), 0:2 (14.) Brown (Pietsch), 0:3 (14.) Brown (Hammerbauer), 1:3 (22.) Heger (Maylan), 2:3 (30.) Mayland (Heger), 3:3 (31.) Heger, 4:3 (38.) Mayr (Maylan, MacKinnon) PP1, 5:3 (44.) Briere (Holzmann), 6:3 (47.) Briere (MacKinnon)
Auch in Peiting musste man, wie bereits am Freitag auf Maxi Meier, Lennard Habeck sowie Kapitän Sam Verelst verzichten. Zurückgekehrt waren mit Cameron Leask, Jannis Hüserich und Conner McLeod drei Akteure, die zuletzt nicht im Einsatz sein konnten.
Mit einem Blitzstart begannen die Tigers die Partie in Oberbayern, als Bollers einen Pass von Spacek verwertete und nach 25 Sekunden sein Team mit der 0:1-Führung erstmals aufs Scoreboard brachte. Ziemlich unbeeindruckt davon spielte in der Folge das Gastgeberteam nach vorne und erarbeitete sich mehrfach gute Gelegenheiten, die aber allesamt keinen Erfolgt mit sich bringen sollten. Heger, Mayland und mehrfach Briere scheiterten entweder an McLeod oder zielten zu ungenau. Wir so oft, „rächte“ sich das Auslassen dieser Chancen dann, als Pietsch nach 14 Minuten einen Schuss nahm, der Peitinger Goalie die Scheibe nicht festhalten konnte und der vor dem Kasten lauernde Brown das Spielgerät zum 0:2 über die Linie drückte. Noch in der gleichen Spielminute war es erneut Brown, der erfolgreich abschloss, dieses Mal im Zusammenspiel mit Hammerbauer, der mit dem Bayreuther Torjäger einen Konter gelaufen war, sodass man zu diesem Zeitpunkt bereits den Pausenstand von 0:3 auf der Anzeigentafel lesen konnte. Dass dieser nicht höher ausfiel, lag einerseits daran, dass man im Lager der Tigers einen 3 auf 1-Konter nicht sauber ausspielte und das Hammerbauer Sekunden vor dem Pausenpfiff eine riesen Möglichkeit liegen ließ.
Dass man eine Führung mit drei Toren relativ einfach aus der Hand gab, konnte man vor dem Mittelabschnitt nicht unbedingt erwarten, wurde dann aber zur Gewissheit. Angefangen bei Heger, der 22 Minuten aus dem hohen Slot in den Winkel traf, ging es nach 30 Minuten weiter, als Heger erst Maylan einsetzte, der den Anschluss besorgte und Heger selbst keine halbe Minute später per Doppelschlag den Ausgleich auf die Anzeigentafel schrieb. Die Gelegenheit, dem Peitinger Spiel, denen die Bayreuther zu diesem Zeitpunkt kaum etwas entgegen zu setzen hatten, etwas die Luft zu nehmen, vergaben die Tigers bei einem Penalty, den Barber nicht im Tor unterbrachte und so kam es, wie der Abschnitt vermuten ließ. Die Peitinger trafen bei der ersten Überzahlmöglichkeit durch den Ex-Bayreuther Mayr zur 4:3 Führung und gingen mit dieser in die zweite Drittelpause.
Hätte Piskor nach wenigen Augenblicken nach Wiederanpfiff seine Möglichkeit genutzt und wäre er im Anschluss bei einer weiteren Gelegenheit nicht unfair von der Scheibe getrennt worden, hätte man vielleicht noch die viel zitierte „zweite Luft“ bekommen können und gegen die Niederlage sich stemmen können. Jedoch sollte es anders kommen. Briere schnappte sich die Scheibe, lief über die linke Außenbahn in die Angriffszone und schloss erfolgreich zum 5:3 ab. Nur wenige Minuten später in der 47. Spielminute war es erneut Briere, der die Peitinger jubeln ließ. Dieses Mal im Slot, in Erwartung des Passes von MacKinnon, musst er nur den Schläger hinhalten um den 6. Treffer für seine Farben zu erzielen und gleichzeitig damit den Endstand aufs Tableau zu schreiben. Der nach diesem Treffer eingewechselte Arendas hielt in den verbleibenden 13 Minuten seinen Kasten sauber. Nach vorne sollte aber an einem mehr als gebrauchten Abend nichts mehr gehen, sodass man nach klaren Führung im ersten Spieldrittel mit leeren Händen die Heimreise nach Oberfranken antreten musste.
„Wir haben das Spiel alle gesehen. Wir haben es zwar nicht ganz weggeschenkt, weil Peiting drangeblieben ist und vollen Einsatz gezeigt hat. Wir haben heute nicht genug gearbeitet. Da gibt es keine Ausreden. Wir müssen in den Spiegel schauen, das passiert zu oft in dieser Saison. Peiting hat das auch gut gemacht. Wenn du 3:0 hinten bist und dann zurückkommst, zeigt das den Charakter der Mannschaft“, so Head-Coach Suarez im Anschluss an die Partie.
Weiter geht’s für die Tigers am kommenden Wochenende. Zunächst empfängt man am Freitag um 20 Uhr die Heilbronner Falken im Bayreuther Tigerkäfig, bevor man am Sonntag darauf ins Allgäu reist und dort um 18 Uhr beim EV Füssen antritt.
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