Kyle Bollers im Trikot der onesto Tigers

Deftige Niederlage im vorletzten Hauptrundenspiel

Tölzer Löwen vs. onesto Tigers 12:2 (4:0, 5:1, 3:1)

Tölz: Salvarani, Baron (ab 41.) – Kilikora (2), Fichtner, Krumpe, Hopper – Piipponen, Hult, Nirschl, Schönberger, Prokopovics, Sauer, Großrubatscher, Daxlberger, Schuler (2)

Bayreuth: Arendas, Boßler (ab 21.) – Spacek, Nedved, Schusser, Pietsch (2), Hüserich, Müllejans – Brown (5), Hammerbauer, Bollers, Lüsch, Piskor, Bauhof, Maschke (2), Zimmermann, Stelzmann

Schiedsrichter: Meineke, Lohse – Reindl, Winter

Zuschauer: 1.964

Strafen: Tölz: 4 Bayreuth: 9 PP: Tölz: 3/4 Bayreuth 0/2

Torfolge: 1:0 (7.) Prokopovics (Schönberger), 2:0 (8.) Hult (Kilikorka, Nirschl) PP1, 3:0 (15.) Piipponen (Hult, Krumpe), 4:0 (17.) Schönberger (Hopper, Sauer), 5:0 (26.) Sauer (Kilikorka, Schönberger), 6:0 (26.) Großrubatscher, 7:0 (27.) Piipponen (Hult, Nirschl), 8:0 (33.) Piipponen (Hult, Nirschl) PP1, 8:1 (34.) Piskor (Spacek, Hammerbauer), 9:1 (39.) Daxlberger (Klikorka, Grossrubatscher) 10:1 (43.) Nirschl (Piipponen, Krumpe), 11:2 (56.) Spacek (Bollers, Nedved), 12:2 (59.) Hult (Klikorka, Daxlberger)

Gegen stark dezimierte Löwen, die mit nur 13 Feldspielern auflaufen konnten, gingen die ebenfalls gebeutelten Tigers, was das Lineup angeht, in die Partie im Oberland.

Die Löwen übernahmen schnell die Initiative und waren das Team, welches offensiv stattfand. Nirschl hatte nach wenigen Augenblicken bereits aus kurzer Distanz abgezogen, war hier aber noch an Arendas gescheitert. Daxlberger und Klikorka waren ebenso wenig erfolgreich, bevor Schönberger einen Alleingang hinlegte, der zwar noch verwerten konnte – die dabei aber zu Prokopovics springende Scheibe brachte der Tölzer Stürmer dann zur Führung im Netz der Bayreuther unter. Kurz darauf war es Hult, der bei einem Überzahlspiel aus dem Halbfeld zum 2:0 traf. Den möglichen Anschluss verpasste in der Folge Hammerbauer, der sich durchgetankt hatte aber an Salvarani nicht vorbeikam. Einen Querpass von der Bande bis weit über die Mitte von Hult verwertete danach Piipponen, der direkt abgzogen hatte, bevor Schönberger – im Slot lauernd – nur die Kelle hinzuhalten brauchte und dabei den 4:0 Pausenstand auf die Anzeigentafel schrieb – auch weil ein langer Pass von Spacek auf Brown kurz vor der Drittelpause keinen Erfolg brachte.

Zum Wiederanpfiff des zweiten Abschnitts kam der junge Nachwuchs-Goalie Boßler, der im Nachwuchs des EHC aktiv ist für Arendas, der sich im ersten Abschnitt eine Unterkörperverletzung zugezogen hatte. In den ersten Minuten des Drittels waren es die Tigers, die zunächst mehr von Spiel hatten, bevor Sauer mit einem Abstauber-Tor zum 5:0 den Torreigen für die Tölzer eröffnete. Großrubatscher legte kurz darauf mit einem Schuss aus der Ferne nach und traf zum 6:0, bevor Piipponen – völlig freistehend am langen Pfosten – nur noch einzuschieben brauchte.

Zwischenzeitlich konnte sich Boßler auszeichnen, der gegen Hult stark reagierte und Hammerbauer, der die erste gute Möglichkeit der Gäste in diesem Abschnitt hatte. Allerdings musste man dann erneut in Unterzahl agieren und wie bereits bei der ersten Situation an diesem Nachmittag, nutzten die Löwen auch das zweite Powerplay und kamen durch Piipponen, der sauber freigespielt wurde und per Direktabnahme traf, zum 8:0. Nach 34 Minuten war dann Spacek im Angriff eingeschaltet und setzte Piskor ein, der zum 8:1 traf. Kurz zuvor war Zimmermann, auf Salvarani zulief genauso gescheitert, wie nach dem Treffer Bollers, der im Goalie der Tölzer seinen Meister fand. Mit einem Versuch aus spitzem Winkel setzte Daxlberger mit dem 9:1 den vorläufigen Schlusspunkt nach 40 gespielten Minuten.

Den Schlussabschnitt begann Baron im Tor, der für Salvarani kam. Dieser hatte zunächst einen ruhigen Arbeitstag, denn die Tölzer nahmen weiter Anlauf auf das Bayreuther Tor. Nachdem Großrubatscher an Boßler gescheitert war, machte es Torjäger Nirschl wenige Augenblick später besser. Der über die linke Außenbahn in die Angriffszone laufende Linksschütze traf dabei zum 10:1, bevor sich Minuten später Brown nach einem Check an Großrubatscher eine 5-minütige Strafe abholte. Nur 7 Sekunden benötigten die Tölzer im Powerplay bis Prokopovics – nach schöner Kombination den 11. Treffer auf dem Scoreboard für sein Team eintragen konnte. Den Schlusspunkt auf eine sehr einseitige Partie setzte Hult mit dem 12:2, nachdem kurz zuvor Spacek mit seinem Treffer noch etwas Ergebniskorrektur betrieben hatte.

„Es ist keine Ausrede aber wir waren ziemlich kaputt vom Spiel gegen Selb. Dort hatten die Jungs alles gegeben. Unsere Verteidigung erlebt eine schwere Zeit, weil sie viel Eis nehmen muss, ebenso wie unsere erste Reihe. Psychologisch ist das alles gerade schwer zu verarbeiten, aber es hilft nichts. Ich habe großen Respekt vor unseren Spieler. Sie kämpfen sich da irgendwie durch“, so Suarez im Anschluss an die Partie

Für die onesto Tigers geht es am Freitag weiter, wenn das letzte Hauptrundenspiel auf dem Plan steht. Hierbei trifft man um 20 Uhr auf den aktuellen Tabellenführer aus Deggendorf.  

-av-

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