onesto Tigers vs. Selber Wölfe 3:4 (1:2, 0:1, 2:1)
Bayreuth: Arendas, Bossler – Spacek, Nedved, Schusser, Pietsch, Hüserich, Müllejans, Leask – Bollers, Brown (2), Hammerbauer, Piskor, Lüsch, Bauhof, Zimmermann, Maschke, Stelzmann (2)
Selb: Weidekamp, Wiens – Kassay-Keziz, Müller, Gauch, Gläßl (2), Tramm (4), Raab, Hördler – Klughardt, Bauer, Spitzner, Nemec, Schutz, Kuqi, Tabert, Lahtinen, Pauker, Zische, Gelke, Valasek
Schiedsrichter: Schütz, Steineck – Winter, Pfriem
Zuschauer: 3.389
Strafen: Bayreuth: 6 Selb: 6 PP: Bayreuth: 0/3 Selb: 1/2
Torfolge: 0:1 (5.) Lahtinen (Pauker, Müller), 0:2 (7.) Gelke (Spitzner, Lahtinen) PP2, 1:2 (13.) Brown (Nedved, Bollers), 1:3 (24.) Gauch (Nemec, Kuqi), 1:4 (41.) Nemec (Kuqi, Valasek), 2:4 (43.) Hammerbauer (Brown, Pietsch), 3:4 (58.) Piskor (Spacek, Schusser)
Ohne McLeod, sowie den zuletzt für Bayreuth auflaufenden Schwarz, die beide in Weiden gebraucht wurden und ohne Boulanger, der beim ersten Playoff-Spiel des EHC im Einsatz war, ging es in die Partie gegen die Selber Wölfe.
Ein spannendes Spiel erlebten knapp 3.400 Zuschauer im Bayreuther Tigerkäfig, die zunächst einige Möglichkeiten der Selber, die es mehrfach aus der Ferne probierten sahen und in der 5. Minute die Führung der Gäste, die durch Lahtinen aufs Scoreboard kamen, erlebten. Kurz darauf mussten die Tigers für jeweils 2 Minuten auf Stelzmann und Brown verzichten, die in kurzer Abfolge auf die Strafbank wanderten. Dies ließen sich die Wölfe nicht entgehen und kamen durch Gelke bei doppelter Überzahl zu einem weiteren Treffer. Es dauerte bis in die 13. Spielminute, als Brown auf halblinker Position eingesetzt wurde und per Onetimer den Anschlusstreffer zum 1:2 erzielte, bevor man kurz danach nur den Pfosten anvisierte hatte und entsprechend mit dem knappen Rückstand in die erste Pause ging.
Im Mittelabschnitt war es – bei einem Überzahlspiel der Tigers – Piskor, der knapp den Ausgleich verfehlte, bevor man sich einen Konter einfing, der von Arendas mit einer starken Reaktion entschärft wurde. Ein Scheibenverlust in der eigenen Zone war dann die Gelegenheit, die sich die Gäste nicht entgehen ließen. Gauch stellte hier auf 1:3, bevor die Tigers das Spiel in diesem Abschnitt an sich zogen. Ob Bollers oder Hammerbauer, die unglücklich agierten oder Bauhof, der mehr oder weniger am leeren Tor vorbeischob und Brown, der aus kurzer Distanz verpasste – keine Scheibe wollte ins Netz des Selber Goalies. In der Folge verpasste Lüsch bei einem Alleingang auf die Anzeigentafel zu kommen, bevor im Anschluss Spacek die Scheibe mit Gewalt an den Pfosten nagelte. Dass Arendas kurz darauf einen Selb zugesprochenen Penalty, der von Lahtinen ausgeführt wurde, mit einer starken Reaktion hielt, passte zu diesem Spielabschnitt. Aber auch Schusser, der Weidekamp aus der Ferne prüfte und ein wenig in Schwierigkeiten brachte, konnte keinen Erfolg verzeichnen, sodass die mangelnde Chancenverwertung das einzige Manko in diesen 20 Minuten blieb.
Gleich zu Beginn des letzten Drittels war es Nemec, der mit einem platzierten Schuss „unters Dach“ für Jubel bei seinen Teamkollegen sorgte. Nicht mehr ganz so agil aber immer kämpferisch gingen die Tigers weiter zu Werke und belohnten sich schnell. In der 43. Minute lief Brown durch, fand Hammerbauer in der Mitte, der die Kelle reinhielt und dabei das 2:4 erzielte. Glück hatte man im Lager der Tigers dann, als Taber am leeren Tor vorbeischob. Zum Ende hin, nach einer genommenen Auszeit in der 57. Minute und mit einem weiteren Feldspieler für Arendas gelang der Anschlusstreffer. Spacek hatte durchgezogen, Piskor am schnellsten reagiert und mit seinem Tipp-in auf 3:4 gestellt. Der erhoffte Ausgleich blieb dann jedoch aus, sodass man – nach einer engagierten Leistung – eine knappe Derby-Niederlage quittieren musste.
Für die onesto Tigers geht es am Sonntag weiter. Bereits um 15:30 fällt die erste Scheibe in Bad Tölz, wenn man gegen die dortigen Löwen antritt.
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