Selber Wölfe vs. onesto Tigers 4:0 (2:0, 2:0, 0:0)
Selb: Weidekamp, Wiens – Gläßl, Tramm, Gauch, Raab (2), Kassay-Kezi, Müller, Hördler, Bauer – Kuqi, Nemec, Valasek, Spitzner, Weiß, Schutz (2), Tabert (2), Rubin (2), Lahtinen, Klughardt (5), Ziesche (2), Gelke (22)
Bayreuth: Meier, McLeod – Spacek (8), Nedved, Schusser, Pietsch, Hüserich (27), Müllejans – Bollers, Barber, Piskor, Verelst, Hammerbauer, Brown (4), Bauhof, Zimmermann, Lüsch, Pohjamo, Maschke
Schiedsrichter: Lender, Singaitis – Verhoeven, Müller-Osten
Zuschauer: 3.680 (ausverkauft)
Strafen: Selb: 37 Bayreuth: 39 PP: Selb: 1/4 Bayreuth: 0/5
Torfolge: 1:0 (14.) Spitzner (Weiß), 2:0 (15.) Tramm (Lahtinen, Schutz) PP1, 3:0 (28.) Klughardt (Weiß, Schutz), 4:0 (34.) Lahtinen (Weiß) SH
Zum Auftakt des neuen Jahres ging es zum Derby nach Hochfranken, bei welchen man kurzfristig auf den verletzten Lennard Habeck, sowie den weiterhin nicht einsatzfähigen Lars Stelzmann verzichten musste. Auch für Leask kam ein Einsatz noch zu früh.
Hinzu kam, dass Verelst nach dem ersten Drittel verletzt das Spiel abbrechen musste und dem Team mit seiner Energie und seinem Kampfgeist für 40 Minuten fehlte.
Los ging es aber mit einer Chance, die sich die Tigers nach wenigen Augenblicken erarbeitet hatten, bei welcher Barber mit der Rückhand an Weidekamp scheiterte, bevor Selb den Vorwärtsgang einschaltete und mit viel Laufarbeit und Geschwindigkeit das Spiel an sich zog. Dies über die kompletten drei Abschnitte und entsprechend verdient das Spiel für sich entschied. Die Möglichkeiten, die sich die Tigers kreierten, ließ man oftmals liegen und konnte entsprechend den Spielfluss der Wölfe selten unterbrechen. Sogar die Führung wäre möglich gewesen, hätte Bollers im Konter die Scheibe untergebracht oder Lüsch, dem überraschend die Scheibe im Slot vor die Füße gefallen war, erfolgreich hätte abschließen können. So war es auf der anderen Seite Weiß, der einen Schuss von Spitzner mit dem Schlittschuh über die Linie lenkte und damit seine Farben in Führung brachte. Der in diese Szene von den Bayreuther Akteuren geforderte Videobeweis blieb aus. Als Spacek kurz darauf mit 2 +2 auf die Strafbank geschickt wurde, war es Tramm, der diese Möglichkeit nach wenigen Augenblicken für sich nutzt und im Powerplay auf 2:0 erhöhte.
Den Druck, den sie Selber im zweiten Abschnitt teilweise noch erhöhten, brachte es mit sich, dass Meier teilweise mehrfach in einer Situation klären musste und man bis dahin im Spiel blieb. Als Klughardt im hohen Slot an die Scheibe kam und mit freier Schussbahn blank stand, zielte der junge Stürmer zentimetergenau, was auf der Anzeigentafel das 3:0 nach sich zog. Bitter aus Bayreuther Sicht, dass man später bei eigener Überzahl einen Shorthander hinnehmen musste, dessen Entstehung ein abgefälschter Pass begünstigte und die Wölfe mit dem 4. Tor des Abends beseelte. Einige wenige Einzelaktionen im Schlussabschnitt brachten keinen Erfolg für die Tigers, die zwar bemüht versuchten nach vorne zu spielen aber an diesem Abend gegen stark auftretende Wölfe wenig ausrichten konnten. Da konnte auch der klare Punktsieg, den Hüserich im Fight gegen Klughardt erzielte sowie auch Gelke, der sich – wie man es immer wieder sieht – eingemischt hatte, in Schranken wies. Am Ende stand ein verdienter Derby-Sieg für die Wölfe, die an diesem Abend das agilere und mit starker Performance auftretende bessere Team auf dem Eis hatten.
„Selb war für mich heute unglaublich stark. Wir haben alles gegeben. Ich glaube nicht, dass viel mehr drin war. Wenn du gegen ein Team spielst, wo man nicht sehen kann, wer gut ist, weil jeder gut ist, hat man so ein Spiel wie heute. Sie bleiben auch diszipliniert. Weiter kann ich gar nichts sagen. Wir haben alles versucht aber Selb war heute zu stark für uns“, so Head-Coach Suarez im Anschluss an die Partie.
„Ich bin unglaublich stolz auf die Mannschaft. Es war heute glaube ich mit das beste Spiel von uns in dieser Saison. Wir sind gut Schlittschuh gelaufen, haben hinten schnell gespielt, hatten viele Chancen schon im ersten Drittel. Es war ein sehr, sehr solides Spiel und ein Spiel, auf das wir aufbauen können“, erklärte Felix Schütz das Match seiner Mannschaft an diesem Abend.
Für die onesto Tigers geht es am Sonntag weiter, wenn die Passau Black Hawks erstmals in dieser Saison in den Tigerkäfig kommen. Bully ist dann um 18 Uhr.
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