Ondrej Nedved im Trikot der onesto Tigers

Favorit Memmingen setzt sich durch

Memmingen Indians vs. onesto Tigers 5:2 (3:1, 2:0, 0:1)

Memmingen: Roth, Flott-Kucis – Svedlund (2), Meisinger, Blake, Ettwein, Kurz, Peleikis – Brassard, Spurgeon, Ouderkirk, Lillich (29, Homjakovs, Fominych, Meier, Schubert, Gams, Menner, Krymskiy, Pfalzer

Bayreuth: Meier, McLeod – Spacek (2), Nedved (2), Schusser, Pietsch, Stelzmann, Hüserich, Leask – Bollers, Barber, Verelst, Piskor, Hammerbauer, Lüsch, Habeck (2), Bauhof (2), Zimmermann (2), Maschke, Pohjamo

Schiedsrichter: Haupt, Zettl – Fischer, Zoepf

Zuschauer: 1.767

Strafen: Memmingen: 4 Bayreuth: 10 PP: Memmingen: 1/5 Bayreuth: 0/2

Torfolge: 0:1 (3.) Spacek (Verelst, Bollers), 1:1 (5.) Fomynich (Lillich, Homjakovs), 2:1 (9.) Ouderkirk (Spurgeon, Brassard ) PP1, 3:1 (20.) Lillich (Homjakovs) SH, 4:1 (26.) Blake (Homjakovs, Lillich), 5:1 (26.) Meier (Schubert, Peleikis), 5:2 (57.) Bollers

Ohne den noch für den heutigen Abend gesperrten Aidan Brown sowie den erkrankten Jesper Müllejans ging es in die Partie bei den Indians aus Memmingen.

Auch wenn Fomynich den ersten Versuch der Partie hatte, bei welchem er zu hoch angesetzt hatte, waren es die Tigers, die nach drei Minuten aufs Scoreboard kamen. Spacek hatte die Scheibe von der blauen Linie Richtung Tor „geworfen“, die Roth durchrutschen ließ und damit die Führung für Gelb-Schwarz begünstigte. Im Stile einer Spitzenmannschaft und völlig unbeeindruckt schlugen die Memminger zwei Minuten später zurück, als Homjakovs die Scheibe von hinter der Grundlinie auf Fomynich spielte und dieser trocken zum 1:1 einschoss. Als Nedved die erste Strafe der Partie nahm und die Indians mit einem Mann mehr agieren konnten, nutzten diese die Gelegenheit durch Ouderkirk, der freigespielt mit freier Schussbahn die Führung für seine Farben holte. Noch zwei Mal musste man im ersten Abschnitt in Unterzahl ran aus Bayreuther Sicht und überstand die Situationen sehr gut. Lediglich ein Schuss von Homjakovs, der die Latte streifte, brachte einmal Gefahr. 20 Sekunden vor dem Pausenpfiff nahmen dann die Indians die erste Strafe und die Tigers konnten nach gewonnenem Bully schnell in die Aufstellung gelangen. Allerdings brach Spacek beim Versuch einer Direktabnahme der Schläger, was die Scheibe zu den Indians brachte, die einen Konter fuhren und Augenblicke vor dem Pausenpfiff durch Lillich, der per Shorthander traf, auf 3:1 stellten.

Zu Anfang des Mittelabschnitts, als man noch in Überzahl agierte, kassierte man beinahe den zweiten Shorthander in diesem Powerplay, als Lillich, nach einem Fehler in der Abwehr, plötzlich frei vor Meier stand, diesen aber nicht überwinden konnte. Eine der wenigen Möglichkeiten der Tigers sah man kurz darauf, als es Bollers aus der Drehung probierte und Nedved im Anschluss freie Schussbahn hatte, diese aber nicht nutzen konnte. Es folgte die 26. Minute, in welcher man gleich zwei Gegentreffer hinnehmen musste. Zunächst tankte sich Blake in die Angriffszone, nahm die kurze Ecke und erwischte genau den kleinen Slot, den er benötigte um das 4:1 zu schreiben, bevor gute 30 Sekunden später Tobi Meier einen Konter gegen seinen im Bayreuther Tor stehenden Bruder zum 5:1 erfolgreich abschließen konnte. In der Folge spielten vermehrt die Indians und kamen zu mehreren guten Möglichkeiten, die sie jedoch in diesem Drittel nicht mehr verwerten konnten. Auch bei Überzahlspielen konnten die Tigers dagegen halten und ließen keinen weiteren Treffer zu, sodass man mit dem in Spielminute 26 aufgestockten Ergebnis in die zweite Pause ging.

Die weiterhin spielbestimmende Mannschaft, wenn auch nicht mehr mit der Intensität, wie im zweiten Abschnitt, blieb auch in den letzten 20 Minuten der ECDC Memmingen. Die besseren Möglichkeiten, mehr Scheibenbesitz und insgesamt der Zugriff aufs Spiel hatten die in rot spielenden Gastgeber und kamen durch Gams, Lillich, Homjakovs, Fomynich und Ouderkirk zu der einen oder andern Chance, die es jedoch allesamt nicht aufs Scoreboard schaffen sollten. Und so blieb es den Tigers vorbehalten, die den ersten Treffer der Partie erzielt hatten, auch den Schlusspunkt zu setzen, den Bollers – der sich in die Angriffszone getankt hatte – in der 57. Spielminute mit dem 5:2 markierte.

„Ich habe sehr viel Respekt vor Memmingen. Gerade in der Oberliga sieht man manchmal, dass die Topteams nicht so hart arbeiten. Das ist bei Memmingen anders. Die arbeiten hart, spielen gutes Eishockey. Da ist Bewegung drin. Sie sind schnell, passen schnell und haben ein gutes System. Wir selbst hatten heute so Phasen, wo wir den Plan verloren haben. Wir spielen viel mit den gleichen Leuten, in Überzahl oder Unterzahl. Da kommt manchmal so ein „Blackout“. Auch die Strafzeiten waren zu viel gegen uns. Irgendwie haben wir dann aber immer einen Weg gefunden, der aber heute nicht genug war. Der Punkt ist ja, dass man gewinnen will aber das haben wir heute einfach nicht geschafft“, so Headcoach Suarez im Anschluss an die Partie.

„Es hat gut getan heute zu Hause zu spielen. Bayreuth ist gut gestartet, mit viel Energie. Der Gegentreffer hat uns schon fast gut getan weil wir dann aufgewacht sind. Im zweiten Drittel waren wir sehr gut. Das Powerplay sollte heute nicht sein aber wir haben das Ergebnis auch so nach oben geschraubt. Maxi Meier hat dann einen riesen Job gemacht sonst hätte noch das eine oder andere Tor fallen können aber wir sind zufrieden. Wir wollten die drei Punkte und haben diese eingefahren“, war Coach Huhn zufrieden mit der Partie uns seinem Team.

Für die onesto Tigers geht es am Sonntag mit einem Heimspiel weiter. Hier geht es ab 18 Uhr gegen den SC Riessersee um Punkte. Gleichzeitig feiert man den 50. Geburtstag des Bayreuther Kunsteisstadions und wird, zu diesem Anlass, in extra angefertigten Trikots antreten, die nach dem Spiel zur Abholung stehen. Kaufen kann man diese direkt nach Stadionöffnung am Fanstand im Eingangsbereiches des Tigerkäfigs.

-av-

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