Nach einer kurzen Verschnaufpause ohne Spieltag unter der Woche geht es für die onesto Tigers Bayreuth mit einem Spiele-Dreierpack weiter: Am Freitag (20 Uhr) startet man beim mittelfränkischen Rivalen Höchstadt Alligators, ehe am Sonntag um 18 Uhr die Tölzer Löwen in den heimischen Tigerkäfig kommen. Am Dienstag steht dann die Reise zum SC Riessersee an, wo man um 20 Uhr antritt.
Die Alligatoren aus dem Aischgrund liegen aktuell auf Rang 12 der Oberliga Süd und haben 4 Punkte Rückstand auf den so wichtigen 10. Platz. Zwar konnte man nach dem schwierigen Saisonstart und den Problemen rund um die Renovierung der Eishalle rund um Weihnachten wichtige Punkte sammeln, doch musste man in den vergangenen sieben Spielen sechs Niederlagen hinnehmen. Zuletzt unterlag man den Spitzenteams aus Heilbronn, Memmingen und Selb und wird alles daransetzen, im Kampf um die Playoffs wieder zu punkten.
Mit Ex-Tiger Tyler Gron (21 Tore + 18 Vorlagen) führt ein alter Bekannter das interne Scoring an, ihm folgen Anton Seewald (20 + 18) und Samuel Eriksson (10 + 24) und mit Jakob Fardoe (3 + 27) der punktbeste Verteidiger. Im Tor teilen sich Luca Ganz (90,6% Fangquote) und Nico Zimmermann (88,6%) die Aufgaben.
Die Tölzer Löwen haben sich zu einem Top-Team der Oberliga Süd gemausert und finden sich in den Top 4 der Tabelle wieder. Sie stellen die drittbeste Offensive und die fünftbeste Defensive der Liga, liegen im Powerplay (28,1%) auf Rang 3. Sucht man nach einer „Schwäche“ lohnt ein Blick auf das Unterzahlspiel, wo man sich mit einer Quote von 71,8% nur im hinteren Feld bewegt. Rund um Weihnachten konnte man viele Punkte sammeln, zuletzt siegte man mit 5:3 gegen Höchstadt, nachdem man zuvor in Memmingen und das Oberland-Derby beim SC Riessersee verloren hatte.
Topscorer im Team von Axel Kammerer ist Topi Pipponen (37 + 33) vor Ludwig Nirschl (31 + 37) und Michael Keränen (13 + 45), danach liegt mit Karel Klikorka (10 + 33) der punktbeste Verteidiger der Löwen. Im Tor teilen sich Matthias Bittner (91%) und Enrico Salvarani (90,85) die Spielzeit zu gleichen Teilen – beide haben auch die gleiche Zahl an Gegentoren (je 55) kassiert.
Auch der SC Riessersee – aktuell Tabellenelfter mit einem Punkt Rückstand auf Platz 10 – kämpft um die Pre-Playoffs und wartet mit dem Rückenwind aus zwei Siegen – darunter das Derby gegen die Tölzer Löwen – auf die Tigers. Davor gab es drei Niederlagen, wobei man mit Spielen in Selb und in Deggendorf auch bei zwei Top-Teams der Liga antreten musste.
Topscorer unter der Zugspitze ist Parker Colley (19 + 27) vor den Routiniers Alexander Höller (11 + 24) und Lubor Dibelka (10 + 21, punktbester Verteidiger ist Charles Risk (5 + 12). Mit Patrick Mühlberger (88,4%) absolviert ein junger Goalie etwa zwei Drittel der Spiele. Mit weniger als 10 Strafminuten pro Spiel gehört der SCR zu den fairsten Teams der Liga.
Für die Tigers muss es darum gehen, die Negativspirale zu durchbrechen und wieder Punkte zu sammeln. Es braucht ein anderes Auftreten als in den vergangenen Spielen, als man einige Grundtugenden vermissen ließ. Mit den Höchstadt Alligators und dem SC Riessersee trifft man dabei auf direkte Konkurrenten im Kampf um die Playoffs – deutlicher kann man die Wichtigkeit der Spiele nicht unterstreichen.
Nach mehreren Partien, die er seit Anfang Januar verpasst hat, wird Kapitän Sam Verelst sein Comeback geben und seine Jungs wieder aufs Eis führen. Der aktuell drittbeste Scorer im Team wurde zuletzt schmerzlich vermisst. Nicht nur seine Punktausbeute fehlten oftmals, sondern vielmehr seine Kampfkraft und sein Wille alles auf dem Eis zu lassen.
-kno-