Acht Spieltage sind in der Hauptrunde der Oberliga Süd noch zu absolvieren, ehe die besten 10 Teams – und davon zunächst die Mannschaften auf den Plätzen 7 bis 10 – in die Playoffs starten. Dabei kämpfen die onesto Tigers Bayreuth mit dem aktuell punktgleichen EC Peiting weiter um Platz 6, was den direkten Einzug ins Playoff-Achtelfinale bedeuten würde. Mit dem Abstand von nur 4 Punkten (Höchstadt und Passau) bzw. 5 Punkten (Riessersee und Stuttgart) lauern aber noch vier weitere Teams – es braucht also jeden einzelnen Punkt, um den Traum vom Viertelfinale zu erfüllen.
Am kommenden Wochenende stehen wie gewohnt zwei Partien auf dem Programm: Am Freitag gastieren die Tigers um 19:30 Uhr bei den Heilbronner Falken, ehe am Sonntag um 18 Uhr die Passau Black Hawks in den Tigerkäfig kommen.
Nach der Insolvenzmeldung der vergangenen Woche steht inzwischen fest, dass die Heilbronner Falken die Hauptrunde zu Ende spielen werden. Durch den Insolvenzantrag dürfen die Falken nicht an den Playoffs teilnehmen, sodass für sie die Saison nach der Hauptrunde endet.
Die Situation in Heilbronn ist für Spieler und Fans keine einfache, das letzte Heimspiel gegen Stuttgart wurde im Schlussdrittel zur Farce, weil einige Besucher durch das Werfen von Gegenständen auf die Eisfläche einen Abbruch der Partie herbeiführen wollten. Beide Teams und die Schiedsrichter verständigten sich darauf, die Uhr herunterlaufen zu lassen – kurios wurde es, als beide Goalies dann noch ein Tor erzielten. Zuletzt bei der 3:6-Niederlage beim EC Peiting fehlten den Falken einige Spieler, sodass man nur mit 5 Verteidigern und 8 Stürmern antreten konnte. Für die onesto Tigers geht es um wichtige Punkte, sodass man die Falken auf keinen Fall unterschätzen sollte.
Ähnlich wie bei den Tigers war die Zeit rund um den Jahreswechsel auch bei den Passau Black Hawks von einer Niederlagenserie bestimmt. Danach konnte man sich allerdings wieder berappeln und mit drei Siegen in Folge wichtige Punkte sammeln, ehe man am vergangenen Sonntag eine knappe 3:4-Heimniederlage gegen Füssen hinnehmen musste. Bei aktuell 4 Punkten Rückstand auf die Tigers kann man wohl von einem „6-Punkte-Spiel“ sprechen.
Topscorer im Team von Trainer Petr Bares ist Routinier Andrew Schembri (19 Tore + 32 Vorlagen) vor Zachary Nazzarett (10 + 30) und Brendan Harrogate (16 + 23), punktbester Verteidiger ist Tom Horschel (5 + 12). Im Tor steht meist Marco Eisenhut (Fangquote: 90,2%), aber auch Janik Engler (91,0%) hat schon einige Spiele bestritten.
In Sachen Powerplay (20,1%) liegen die Niederbayern knapp hinter den Tigers (20,4%), in Unterzahl liefert man mit 68,8% allerdings den schwächsten Wert der Liga (Tigers: 76,2%).
Nach dem wechselhaften letzten Wochenende mit dem Sieg gegen Peiting und der Niederlage in Stuttgart braucht es weiter jeden Punkt, um das Saisonziel Pre-Playoffs zu erreichen. Sogar der direkte Einzug ins Achtelfinale – in welchem bereits die Verzahnung mit der Oberliga Nord greift – ist noch möglich.
Nach den schmerzvollen Ausfällen von Lenny Habeck, welcher an der Schulter operiert werden musste sowie Alex Barber, der seine Eishockeykarriere beenden wird muss man wohl auch längerfristig auf Maxi Meier verzichten. Hier wird man am Freitag mit der gleichen Goalie-Konstellation antreten, wie zuletzt in Stuttgart. Daniel Arendas wird von Timo Bossler unterstützt. Zurückkehren ins Lineup wird Jesper Müllejans.
Vom EHC Bayreuth stößt Jeremy Boulanger zum Team und wird hier aushelfen. Der 22-jährige Rechtsschütze bestreitet derzeit seine zweite Saison beim EHC und wird im Team vom Head-Coach Suarez mit der #44 auflaufen.
-kno-