Lindau Islanders vs. onesto Tigers 7:2 (2:0, 2:1, 3:1)
Lindau: Filimonow, Salmik – Raaf-Effertz (4), Schneider, Tölzer (2), Baßler, R. Wucher, Bender, Sarto, Schindler – Busch, Strodel, Marsall, Elo, Kane (5), Grafenthin (2), C. Wucher (4), Farny, Jezovsek , M. Wucher, Feigl, Sivic
Bayreuth: Meier, Arendas – Spacek, Nedved (5), Pietsch, Schusser, Müllejans, Hüserich, Leask – Bollers, Barber (4), Brown (2), Verelst, Piskor, Lüsch, Hammerbauer, Bauhof, Zimmermann, Maschke, Stelzmann
Schiedsrichter: Spiegl, Haas – Bauer, Klauser
Zuschauer: 617
Strafen: Lindau: 17 Bayreuth: 11 PP: Lindau: 0/2 Bayreuth: 2/5
Torfolge: 1:0 (11.) Strodel (Marsall, Tölzer), 2:0 (18.) Elo (Grafenthin), 2:1 (24.) Spacek (Bollers, Barber) PP1, 3:1 (27.) Kane (Grafenthin), 4:1 (36). M Wucher (Sarto), 4:2 (55.) Piskor (Verelst, Barber) PP1, 5:2 (57.) Strodel (Busch), 6:2 (58.) Grafenthin (Elo), 7:2 (60.) C. Wucher (Schindler)
Der Beginn der Partie war eher zäh aus Sicht der Tigers, die einige Minuten gebraucht hatten, um ins Spiel zu kommen. Aber auch die Lindauer brauchte etwas um auf Betriebstemperatur zu kommen und so war ein erster Abschluss von Busch, der die Scheibe übers Tor jagte, das einzige, was man in den ersten Minuten sah. Zimmermann aus dem Lager der Tigers konnte nach fünf Minuten eine erste Annäherung ans Tor der Lindauer anzeigen, jedoch war auch diese Möglichkeit keine ernste Gefahr für den Schlussmann der Islanders. Als diese wegen zu vielen Feldspielern nach 10 Minuten eine erste Strafe zogen, ging man ein erstes Überzahlspiel an, was allerdings nach 30 Sekunden wieder obsolet war, da Barber dem Lindauer auf die Strafbank folgte. Bei vier Feldspielern und viel Platz auf der Eisfläche waren es die Gastgeber in Person von Marsall, der diesen für sich nutzte und Strodel einsetzte. Der Reihen-Kollege des Ex-Tigers ließ sich nicht bitten und stellte die Anzeigentafel auf 1:0 für seine Farben. Chancen auf Seiten der Tigers blieben Mangelware und es bedurfte eines Verteidigers, dass es einmal gefährlich wurde vor Filomonow. Müllejans war in den Slot gestartet aber konnte den Pass, der steil auf ihn gespielt wurde, nicht verwerten. Glück im Anschluss für die Tigers, als die Lindauer im Angriffsmodus die Scheibe über die Linie des Bayreuther Tors spitzelten, jedoch die Schiedsrichter kurz vorher das Spiel unterbrochen hatten, da sie die Scheibe bei Meier vermuteten. Davon ließen sich die Islanders wenig beeindrucken und legten eine Minute später nach. Nach einem leichten Scheibenverlust der Tigers in der neutralen Zone konnte Grafenthin Elo erreichen und erneut war ein ehemaliger Tigers-Akteur beteiligt, der dieses Mal Zuwachs auf dem Scoreboard kreierte und zum 2:0 traf, womit es dann auch in die erste Pause ging.
Besser aus der Kabine kamen die Tigers, die durch Piskor schnell einen ersten Abschluss hatten und in der 24. Minute ins Powerplay durften, nachdem Tölzer für 2 Minuten zusehen musste. Genau 15 Sekunden dauerte es, bis Spacek von der blauen Linie durchlud und durch Feind und Freund hindurch den Anschlusstreffer erzielte. Hätte man in der Folge die sich noch bietenden Chancen, die Schusser und Verelst hatten, nutzen können, wäre man ggf. komplett im Spiel gewesen aber so musste man nach 27 Minuten den nächsten Gegentreffer durch Kane hinnehmen, der damit den alten Abstand wieder herstellte und seinen Jungs die nötige Sicherheit gab. Dies war in der Folge deutlich zu sehen. Die Tigers kamen vereinzelt zu Möglichkeiten – die Lindauer eher regelmäßig und ließen dabei einiges liegen. Eine dieser Chancen nutzten sie dann doch noch, als Marvin Wucher nach 36 Minuten mit freier Schussbahn aus dem hohen Slot zum 4:1 traf, was gleichzeitig den Pausenstand nach 40 Minuten darstellte.
Am Ende zwei, drei Tore zu hoch aber durchaus ein verdienter Sieg für Lindau, die mehr vom Spiel hatten, die Scheibe besser bewegten und in den richtigen Augenblicken da waren und zuschlagen konnten. Auch im Schlussabschnitt, als die Tigers nach 55 Minuten im Powerplay durch Piskor zum 4:2 kamen und man einen Schlussspurt erwarten konnte, war dieser nur theoretischer Natur. Strodel machte die Hoffnung der Tigers schnell zu Nichte und Grafenthin legte kurz darauf nach, was ein deutliches 6:2 auf der Anzeigentafel lesen ließ. Den Schlusspunkt setzte dann aber C. Wucher, der über die linke Seite in die Angriffszone lief, zum Tor zog und mit dem 7:2 den letzten Treffer der Partie machte.
„Ich weiß gar nicht was ich zu den letzten drei, vier Toren sagen soll. Wir haben mit Sicherheit nicht verdient zu gewinnen heute. Lindau hat eine wahnsinnig starke Mannschaft, sie sind schnell, spielen super Eishockey. Wir müssen unseren Torwart helfen. Aber unsere Stürmer haben komische Entscheidungen mit der Scheibe getroffen, versuchen oft durch zwei oder drei Mann zu laufen. Hatten zu viele Turnovers“, so das Fazit von Head-Coach Suarez im Anschluss an die Partie.
„Wir bringen eine unfassbare Energie aufs Eis. Auch von der Tribüne. Die Fans haben uns mitgerissen. Jeder Spieler war heute da. Wir sind gut Schlittschuh gelaufen, sind schnell gewesen, waren gut im Forecheck. Wir haben heute verdient gewonnen. Auch wenn wir viel „killen“ mussten und viel Unterzahl hatten – warum auch immer aber wir haben das gut gemacht heute“, zeigte sich Coach Michi Baindl zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft.
Für die onesto Tigers geht es am Sonntag mit einem Heimspiel gegen Erding weiter. Bully gegen die Gladiators im Bayreuther Tigerkäfig ist um 18 Uhr.
-av-
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