Dominik Piskor im Trikot der onesto Tigers

Ohne Ertrag zurück aus Füssen

EV Füssen vs. onesto Tigers 7:3 (1:0, 2:0, 4:3)

Füssen: Pancur, Maier – Mayr (2), Linden, Andzs, Jentsch (4), Nerb, Homann (2), Gmehlin – Boyko, Slavik, Neudecker, Wiedemann, Stransky, Zelenka, Petrov (2), Straub, Naumann, Besle

Bayreuth: Meier, McLeod – Spacek, Nedved (2), Schusser (2), Pietsch, Hüserich, Müllejans, Leask – Bollers, Barber (2), Brown, Habeck (2), Hammerbauer, Piskor (2), Lüsch, Zimmermann (2), Stelzmann, Maschke

Schiedsrichter: Haas, Meineke – Schneider, Schamberger

Zuschauer: 543

Strafen: Füssen: 10 Bayreuth: 12 PP: Füssen: 3/5 Bayreuth: 0/4

Torfolge: 1:0 (14.) Neudecker (Boyko, Straub), 2:0 (27.) Boyko (Neudecker) PP1, 3:0 (40.) Boyko (Nerb, Neudecker), 3:1 (44.) Bollers (Barber), 4:1 (49.) Wiedemann (Mayr, Linden), 4:2 (52.) Lüsch (Piskor), 4:3 (53.) Piskor (Hammerbauer), 5:3 (59.) Stransky (Straub) EN. 6:3 (60.) Boyko (Neudecker, Straub) PP2, 7:3 (60.) Naumann (Zelenka, Linden) PP1

Ohne den weiterhin nicht einsatzfähigen Leon Bauhof und Sam Verelst, sowie Reko Pohjamo ging man in die Partie beim EV Füssen. Im Falle des jungen Deutsch-Finnischen Stürmers hat man sich in Absprache mit dem Akteur entschieden, dass dieser die restliche Saison in Finnland bestreiten wird, wo er im Nachwuchs vermehrt Eiszeit erhalten wird. Die Leihe nach Keupa HT in die dortige U20 gilt bis Ende März.

Die Gelegenheit am heutigen Abend wieder in der Tabelle am EV Lindau, die ihr Heimspiel gegen Riessersee verloren haben, vorbeizuziehen, ließ man nach einer am Ende deutlichen Niederlage in Füssen liegen.

Dabei waren die Oberfranken sicher keine vier Tore schlechter, als die Allgäuer, die etwas schmeichelhaft nach dem ersten Drittel mit der Führung dastanden. Man verteidigte eine doppelte Unterzahl stark und war auch im übrigen Match gut im Spiel, konnte die sich bietenden Chancen nicht verarbeiten. Ein ziemlich unnötiger Scheibenverlust in der neutralen Zone war dann der Startschuss für die Gastgeber, die durch Neudecker den Fehler der Bayreuther bestraften und damit eben die Führung herausschossen.

Auch der zweite Abschnitt war davon geprägt, dass man die eigenen Möglichkeiten, die durchaus wieder vorhanden waren, leichtfertig liegen ließ – gerade auch im Powerplay – und durch individuelle Fehler den Gegner zum Tore schießen einlud, sodass der mögliche Ausgleich, den Barber zwei Mal, Brown und Bollers auf der Kelle hatten, nicht fiel. Die Gastgeber machten es dann besser, als man mit einem Mann mehr auf dem Eis unterwegs war. Nach schneller Passabfolge war Boyko freigespielt, der seine Direktabnahme aus halblinker Position humorlos in die Maschen setzte und damit zum 2:0 traf. Auch für den dritten Treffer, der kurz vor dem Pausenpfiff fiel, zeichnete der Kanadier verantwortlich, der bei einem schnellen Gegenstoß den Schuss nahm und seine Mannen jubeln ließ.

Ergeben wollten sich die Tigers von diesen Rückschlägen nicht und so war der erste Treffer, der nach 44 Minuten für Gelb-Schwarz fiel, schon fast erzwungen. Barber hatte sich in die Angriffszone gearbeitet und legte auf Bollers, der seine Jungs erstmals aufs Scoreboard brachte. Im Anschluss testete Lüsch den stark reagierenden Pancur, bevor Nedved das Spielgerät mit Gewalt an den Pfosten nagelte und Barber kurz darauf knapp verpasste. In diese Drangphase stieß Wiedemann, der mit seinem Versuch aus dem Halbfeld Meier überraschte und seinem Team mit dem 4:1 eine gewisse Sicherheit gab. Jedoch nur vermeintlich, da die Tigers nun Blut geleckt hatten und anschoben. Lüsch traf aus dem Halbfeld zum 4:2, bevor kurz darauf Piskor eine Scheibe nach einem gewonnenen Bullyspiel verwertete und den Anschluss auf die Anzeigentafel schreiben konnte. Als man 2 Minuten vor dem Ende Meier für einen sechsten Feldspieler vom Eis holte, konnte sich Füssen befreien und Stransky, der am schnellsten die Scheibe erlaufen hatte, schob diese per EN-Goal zum 5:3 über die Linie. Zwei Überzahltreffer – einer davon bei 5 gegen 3 – in der letzten Minute schraubten das Ergebnis dann noch in eine Höhe, was den Spielverlauf keineswegs wiedergibt.

Für die onesto Tigers geht es am kommenden Wochenende weiter. Zunächst tritt man am Freitag um 20 Uhr bei den Höchstadt Alligators an, bevor man am kommenden Sonntag die Tölzer Löwen im Bayreuther Tigerkäfig begrüßt. Bully ist dann wie üblich um 18 Uhr.

-av-

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