Stuttgart Rebels vs. onesto Tigers 4:2 (2:1, 0:0, 2:1)
Stuttgart: Vieregge, Rödel – Ritter, Montgomery, Kirchhoff (2), Derraugh, Holden, Fischer, Renke – Geidl, Blais, Bloem, Herm (25), Fabian Renner, Pronin, Florian Renner, Gorontzky-Slack, Poncelet, Yamak
Bayreuth: Arendas, Boßler – Spacek, Nedved, Schusser, Pietsch, Hüserich, Leask – Bollers, Verelst, Brown, Lüsch (2), Hammerbauer, Piskor, Stelzmann (2), Bauhof, Zimmermann, Maschke
Schiedsrichter: Votler, Ruhnau – Mylius, Wallek
Zuschauer: 619
Strafen: Stuttgart: 27 Bayreuth: 4 PP: Stuttgart: 0/2 Bayreuth: 0/2
Torfolge: 1:0 (5.) Gorontzky-Slack (Fischer, Florian Renner), 2:0 (7.) Gorontzky-Slack (Poncelet, Florian Renner), 2:1 (9.) Hammerbauer (Pietsch, Bollers), 2:2 (45.) Spacek (Brown, Bollers), 3:2 (59.) Geidl (Montgomery, Derraugh), 4:2 (60.) Geidl (Blais, Montgomery) EN
Neben den Langzeitverletzten Barber und Habeck sowie Meier fehlte auch Müllejans am Sonntagabend beim Spiel in Stuttgart. Vom EHC Bayreuth reiste Timo Boßler mit zu den Rebels und lief als Backup-Goalie auf.
Nach zwei ersten Annäherungen, die Blais für Stuttgart und auf der Gegenseite Hammerbauer demonstrierten, übernahmen die Stuttgarter zu Beginn der Partie das Heft des Handels und kamen durch Montgomery zur ersten guten Möglichkeit, bevor erstmals ein Eintrag auf dem Scoreboard erfolgte. Fischer hatte von der blauen Linie abgezogen, Gorontzky-Slack den Schläger reingehalten und damit die Führung für seine Farben erzielt. Knapp zwei Minuten später war es der gleiche Akteur, der Torhunger zeigt und in der Mitte, wo er freigespielt problemlos agieren konnte, die Scheibe erneut über die Linie des Bayreuther Tores brachte. Erst danach stabilisierten sich die Tigers und kamen selbst zu offensiven Aktionen. So war es Pietsch, der aus kurzer Distanz einen Versuch unternahm, den Hammerbauer, der die freiwerdende Scheibe veredelte und den Anschluss auf die Anzeigentafel brachte. In der Folge kamen Lüsch bei einer Direktabnahme sowie Bollers bei einem Versuch aus kurzer Distanz nicht am Goalie der Stuttgarter vorbei, sodass man am Ende mit einem knappen Rückstand in die erste Pause ging.
Mit einem torlosen Mittelabschnitt musste man sich begnügen, obwohl die Chancen – und hier durchaus eher für die Tigers – durchaus vorhanden waren. Dies bei voller Sollstärke, denn bei den beiden Überzahlspielen, wovon eines für die Tigers und eines für die Rebels zu sehen war, konnten beide Teams für wenig Gefahr sorgen. Allerdings verwertete man aus Sicht der Tigers auch gute Möglichkeiten, die durch Verelst, Bollers, erneut Verelst und Nedved heraus gespielt wurden, nicht.
Auch im Schlussabschnitt waren es die Gäste aus Oberfranken, die mehr vom Spiel hatten. Dies münzte man in der 45. Spielminute in den Ausgleich um. Bollers hatte einen schönen Pass in die Mitte gespielt, den Spacek mit ein bisschen Glück aufnahm. Der Defender der Tigers zögerte so lange mit dem Abschluss, bis der Goalie fast aus der Position war und markierte dabei den 2:2 Ausgleich. Das Spiel und das Momentum, dass in Richtung der Tigers lief, bekam dann noch einen Booster in Form einer fünfminütigen Strafe gegen Herm, der Nedved gecheckt hatte. Allerdings musste man das anschließende Überzahlspiel in die Kategorie „harmlos“ einordnen, da wenig bis nichts gelang. Man kam schwer ins Drittel, Geschweige denn in die Aufstellung um richtig Druck ausüben zu können, sodass diese gute Möglichkeit ungenutzt verstrich. Kurz darauf verteidige man seinerseits eine Unterzahlsituation sauber und hielt sich schadlos. Eine Einzelaktion von Nico Geidl in der 59. Minute, bei der sich der Stuttgarter Stürmer durch die Bayreuther Abwehr tankte und das 3:2 markierte, brachte dann die Entscheidung in einem Match, wo sicherlich mehr drin gewesen wäre für die Oberfranken. Den Schlusspunkt setzte dann erneut Geidl, der einen Empty-Net-Treffer folgen ließ und damit den 4:2 Endstand auf die Anzeigentafel schrieb.
„Es war ein gutes Spiel. Beide Torhüter waren sehr gut. Stuttgart hat verdient gewonnen. Beim dritten Tor waren wir einfach rumgestanden. Keiner hat auf den Körper gespielt. Das hat uns das Spiel gekostet. Auch wenn man bei einer fünfminütigen Überzahl nur zwei Schüsse hat, ist das nicht das beste Zeichen“, sah man Coach Suarez die Enttäuschung an.
„Guter Sieg gegen eine sehr gute Mannschaft. Ich habe viel Respekt vor Bayreuth. Wir hatten viele Probleme gegen Bayreuth dieses Jahr. Wir haben heute super gearbeitet, auch in der 5 Minuten Unterzahl. Nico Geidl hat auch ein super Spiel gemacht. Es war ein hartes Spiel. Nick Vieregge hat ein gutes Spiel gemacht heute. Das war der Unterschied heute. Die ersten drei Punkte gegen Bayreuth. Ich freue mich für meine Mannschaft“, waren die Worte von Mat Pistilli im Anschluss an die Partie.
Für die onesto Tigers geht es am kommenden Wochenende weiter. Dabei ist derzeit noch nicht geklärt ob man am Freitag das Auswärtsspiel in Heilbronn bestreiten wird können. Hier muss man die nächsten Tage abwarten, ob die Falken weiterhin am Spielbetrieb teilnehmen und auf Grund der angemeldeten Insolvenz die Hauptrunde zu Ende spielen werden. In diesem Fall wird man am Freitag ab 19:30 Uhr im Eisstadion am Europaplatz in Heilbronn antreten. Am darauffolgenden Sonntag empfängt man ab 18 Uhr die Passau Blackhawks im heimischen Tigerkäfig.
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