Jesper Müllejans im Trikot der onesto Tigers

Tigers nehmen einen Punkt mit nach Bayreuth

Erding Gladiators vs. onesto Tigers 6:5 (2:2, 3:1, 0:2, 1:0) n.V.

Erding: Zabolotny, Wimmer – Pfenninger, Eberhardt, Ostwald, Kauhanen, Cramer, Waldhausen, Köttstorfer – Hobbs, Michl, Matheson, Trattner, Forster, Pfelger (2), Modlmayr, Miller, Schmidpeter, Henter

Bayreuth: Meier, McLeod – Spacek, Nedved (2), Schusser, Pietsch, Stelzmann, Müllejans, Hüserich – Bollers (2), Barber (4), Brown, Piskor (2), Hammerbauer, Verelst (2), Bauhof, Habeck, Lüsch, Zimmermann, Pohjamo, Maschke

Schiedsrichter: Spiegl, Blankart – Höck, Reindl

Zuschauer: 1.081

Strafen: Erding: 2 Bayreuth: 12 PP: Erding: 2/6 Bayreuth: 1/1

Torfolge: 0:1 (4.) Verelst (Habeck, Lüsch), 1:1 (11.) Waldhausen (Miller, Modlmayr), 1:2 (16.) Bollers SH1, 2:2 (17.) Hobbs (Trattner, Forster) PP1, 3:2 (21.) Eberhard (Miller, Waldhausen) PP1, 4:2 (27.) Hobbs SH1, 4:3 (27.) Brown (Barber, Verelst) PP1, 5:3 (34.) Eberhardt (Pfenninger), 5:4 (53.) Bollers (Piskor), 5:5 (58.) Habeck (Brown, Hammerbauer), 6:5 (62.) Matheson (Hobbs, Schmidpeter)

Die Voraussetzungen nach dem Arbeitssieg gegen Stuttgart und die Option mit beinahe vollem Lineup anzutreten waren nicht so schlecht aus Sicht der Tigers. Und nachdem Modlmayr, der alleine auf Meier zulief, die erste große Möglichkeit liegen lassen musste, weil sein Schläger gebrochen war, kamen die Jungs aus Bayreuth in der 4. Spielminute mit der Führung aufs Scoreboard. Habeck über links fand Verelst in der Mitte, der reaktionsschnell die Scheibe verwertete. Der Ausgleich, der nach 11 Minuten fiel, war der Kategorie kurios zuzuordnen, denn die von Waldhausen abgegebene Scheibe von der blauen Linie flog in hohem Bogen durch die Angriffszone und schlug direkt unter der Latte des Bayreuther Tores ein. Dies gab den Gastgebern Auftrieb, die nun durch Matheson und Schmidpeter zu Möglichkeiten kamen. Als Barber auf die Strafbank musste, zeigte einmal mehr Bollers seine Klasse, der eine abgefangene Scheibe im Konter per Shorthander unterbrachte und damit die Führung zurückholte. Jedoch kam im gleichen Überzahlspiel der Erdinger doch noch der Erfolg zurück, als Hobbs aus halbrechter Position den schnellen Ausgleich machte.

Den zweiten Abschnitt begannen die Gladiators mit einem Mann mehr auf dem Eis, was auch schnell genutzt werden konnte, als Eberhardt einer Scheibe im Slot die entscheidende Richtungsänderung mitgab und damit erstmals sein Team in Führung brachte. Diese baute Hobbs kurz darauf noch aus und dies ebenfalls per Shorthander. Eine verlorene Scheibe in der eigenen Zone wehrte Meier zur Seite an die Bande ab, wo Hobbs diese aufnahm und beinah von der Grundlinie die Lücke zwischen Pfosten und Goalie fand und damit die Führung ausbauen konnte. Wie bereits auf der anderen Seite gesehen, waren es jetzt die Tigers, die zwar einen Shorthander schlucken mussten, aber trotzdem ihr Überzahlspiel noch für einen eigenen Treffer nutzen konnten. Brown stand goldrichtig in der gefährlichen Zone und schob die Scheibe über die Linie. Jedoch konnten die Erdinger, die alleine durch Pfleger zwei weitere Treffer hätten erzielen„müssen“, den alten Abstand wieder herstellen, als Eberhardt bei einem Schuss von der blauen Linie die Kelle reinhielt, was gleichbedeutend mit der 5:3 Führung, sowie der Pausenstand im zweiten Drittel bedeutete.

Kleine Umstellungen in den Reihenkonstellationen sowie der Wille das Spiel doch noch zu drehen, brachten die Tigers im Schlussabschnitt in eine bessere Situation, auch wenn es lange dauern sollte, bis man etwas Zählbares auf die Anzeigetafel brachte. Zunächst war es Bollers, der ein Zuspiel von Piskor verwerten konnte, bevor Habeck im Slot einen Versuch von Schusser nach 58 Minuten zum Ausgleich abfälschte.

Die dann notwendig gewordene Overtime begann man mit einem Mann weniger, da Piskor vorher noch auf die Strafbank beordert worden war. Als man die Unterzahl gerade überstanden hatte, die Erdinger aber noch in der Angriffszone schalteten, war es Matheson, der mit seinem Treffer seinen Jungs den Zusatzpunkt bescherte.

„Erding hat ein super Spiel gemacht. Es ist eine sehr gute Mannschaft und sie hat es verdient, heute zu gewinnen. Wir nehmen keinen Gegner leicht aber wir waren heute zwei Drittel nicht in unserem Spiel. Der Fokus war nicht da, die Arbeit wurde nicht so gemacht. Wir haben dann im letzten Drittel die Reihen umgestellt und etwas Energie gefunden. Insgesamt war es aber zu wenig, sodass wir zufrieden sein müssen mit dem einem Punkt“, erklärte Headcoach Suarez im Anschluss an die Partie.

„Es war ein hartes Stück Arbeit heute. Meine Mannschaft hat heute ein anderes Gesicht gezeigt als zuletzt gegen Füssen. Wir wollten das Spiel heute gewinnen und haben verdient gewonnen. Wir haben ein paar Kleinigkeiten umgestellt und waren in Überzahl mit zwei Treffern aber auch in Unterzahl gefährlich. Ich bin stolz, dass wir uns über 60 Minuten die zwei Punkte erkämpft haben“, so der Coach der Erdinger Thomas Daffner.

Bereits am Dienstag geht es für die Tigers weiter. Beim letzten Spiel des Kalenderjahres empfängt man um 20 Uhr den Tabellenführer aus Deggendorf im Bayreuther Tigerkäfig.

-av-

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